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Bittertinktur selbst ansetzen

    Bittertinkturen sind traditionelle, vielseitige Begleiter für die Verdauung und können aus einem Mix aus bitteren Pflanzenteilen, aromatischen Kräutern und Samen selbst hergestellt werden.

    Bittertinkturen können ganz einfach aus verschiedenen bitteren Kräutern und Wurzeln hergestellt werden. Viele Bitterstoffe befinden sich u.a. in Wermut, Gelbem Enzian, Löwenzahn, Schafgarbe, Tausendgüldenkraut, Hopfen, Ingwer, Galgant und Mariendistel-Samen. Die Tinktur wird klassisch mit etwa 40%igem Alkohol angesetzt. Wenn viele harte Pflanzenteile wie Wurzeln dabei sind, sollte 70%iger Alkohol verwendet werden. Hier teile ich ein Rezept aus verschiedenen Bitterpflanzen, gepaart mit aromatischen Kräutern und Samen:

    Zutaten

    • Wermut
    • Löwenzahn (Wurzel, Blätter, Stängel)
    • Schafgarbe
    • Dost (Wilder Oregano)
    • Fenchelsamen
    • Wacholderbeeren
    • zur Geschmacksaufbesserung: Zitronenschale, Orangenschale
    • ca. 40%iger Alkohol (z.B. Vodka oder Korn)

    Anleitung selbstgemachte Bittertinktur

    1. Alle Kräuter und Wurzeln grob zerkleinern.
    2. Harte Zutaten wie Wacholderbeeren und Fenchelsamen in einem Mörser leicht anstoßen.
    3. Werden hauptsächlich frische Pflanzen verwendet, wird das Schraubglas bis zu etwa zwei Dritteln gefüllt. Verwendest du hingegen hauptsächlich getrocknetes Pflanzenmaterial, genügt es, das Glas bis zur Hälfte anzufüllen.
    4. Mit dem Alkohol bis zum Glasrand anfüllen und darauf achten, dass alle Zutaten vollständig bedeckt sind.
    5. Glas fest verschließen und miT Inhalt und Datum beschriften.
    6. Danach die Mischung mindestens 2-4 Wochen ziehen lassen. Während dieser Zeit immer wieder schütteln, damit sich die Wirkstoffe besser lösen.
    7. Nach der Ziehzeit durch ein feinmaschiges Sieb abseihen und in kleine Tropf- oder Pipettenfläschchen füllen.

    Anwendungsmöglichkeiten & Einnahme der Bittertinktur

    Bis zu dreimal täglich kannst du 15-25 Tropfen der Bittertinktur pur auf die Zunge oder in einem Glas Wasser einnehmen, etwa:

    • vor dem Essen zur Appetitsteigerung
    • nach dem Essen zur Unterstützung der Verdauung
    • bei Völlegefühl
    • wenn man Lust auf etwas Süßes hat

    Haltbarkeit & Tipps Bittertinktur

    Selbstgemachte Bittertinkturen sind durch den hohen Alkoholgehalt mehrere Jahre haltbar und bewahren ihre Wirksamkeit.

    Dennoch ist es wichtig, die Einnahme über längere Zeiträume bewusst zu gestalten, um einen Gewöhnungseffekt zu vermeiden: Bittertinkturen sollten nicht länger als sechs Wochen am Stück eingenommen werden. Danach empfiehlt sich eine Pause von mindestens zwei Wochen, um den Körper nicht an die Bitterstoffe zu gewöhnen. Statt einer einzigen Mischung lohnt es sich daher, mehrere verschiedene Bittertinkturen anzusetzen. So kannst du zwischen verschiedenen Pflanzen wechseln und eine größere Vielfalt an Bitterstoffen nutzen (z.B.: Enzianwurzel, Tausendgüldenkraut, Wegwarte).

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